Italienisch lernen in Catania, Sizilien

10 gute Gründe zum Italienischlernen in Catania, Sizilien

Die mediterrane Seele

Catania ist eine Stadt mit starkem mediterranem Einfluss. Der mediterrane Geist durchströmt die Straßen: kreatives Chaos, Straßentheater, Spaß an Neckereien, die Bande der Freundschaft, intensive Gerüche, die Kunst sich zu arrangieren, Aufrichtigkeit und Schande, Höflichkeit und Brutalität, in einer Mischung, die sich wie die Koexistenz vom Feuer des Ätna und dem Wasser des Meeres zeigt: das Ergebnis jahrtausendelanger wechselnder Herrschaften, verschiedener kultureller Einflüsse und Prägungen.

Das Mittelmeer ist in jeder Ecke und zu jeder Zeit spürbar. Wenn dich die mediterrane Seele nicht anspricht, dann ist Catania vielleicht nicht das Richtige für dich. Wenn du auf der Suche nach Ordentlichkeit, Genauigkeit und „nordischer“ Perfektion bist, ist Catania gewiss nicht der passende Ort für dich. Wenn du jedoch in ein authentisches Umfeld, abseits vom klassischen Massentourismus eintauchen möchtest, dann wartet Catania schon auf dich! Hier kannst du alle Facetten erleben, die das Mittelmeer zu bieten hat!

Zwischen Meer und Vulkan

Catania ist die Stadt des Ätna und der beiden Meere: dem Sandstrand „La Playa“ und der Felsküste „La Scogliera“. Es ist die schwarze Stadt aus Lavastein, die rote Stadt der Lava und die blaue Stadt des Himmels und des Meeres. Catania ist das Tor zum Vulkan, einem UNESCO-Weltkulturerbe. Es überrascht nicht, dass die Hauptstraße Via Etnea heißt. Ebenso wenig verwundert es, dass diese Straße ihren Beginn am Hafen von Catania nimmt und stets entlang des Ätna verläuft.

Die Menschen in Catania leben seit Jahrtausenden mit den Launen ihres Vulkans („a Muntagna“), mit seinen spektakulären Ausbrüchen und dem nächtlichen Gemurmel. Die Einheimischen haben den Ätna im Blut, sind selbst von Natur aus vulkanisch, mit ihrem natürlichen Elan, ihrem Unternehmergeist und dem respektlosen Humor.

Bei einem Aufenthalt in Catania kannst du das unglaubliche Erlebnis genießen, morgens am Meer und nachmittags in den Bergen zu sein … oder umgekehrt. Und wenn die Jahreszeit es zulässt, kannst du morgens auf einem Vulkan Skifahren und nachmittags am Strand in der Sonne liegen … all das kann nur hier passieren!

Die Barockstadt

Und zwischen Meer und Vulkan, erhebt sich die Stadt mit ihrem Barock! Wie ganz Südostsizilien wurde auch Catania im Jahr 1693 von einem heftigen Erdbeben heimgesucht. „Melior de Cinere Surgo“ lautet die Inschrift auf der Porta Ferdinandea seit ihrem Wiederaufbau … das Tor wurde mit Beharrlichkeit und voller Schönheit von den spanischen Vizekönigen im Stil der damaligen Zeit neu errichtet: dem Barock, dem Barock des UNESCO-Weltkulturerbes, auch bekannt als „Sizilianischer Barock“.

Auf den Straßen und Palästen dominiert der Lavastein, macht sie einzigartig und unterscheidet sie von den anderen Barockstädten Siziliens, wo der gelbe Stein aus Syrakus das Straßenbild prägt. Die Straßen bestehen aus Lavabasalt, das griechische Theater, das römische Amphitheater und die Gebäude der Altstadt wurden aus Lavasteinblöcken errichtet.

Das Nachtleben

Das Gebiet von Catania ist, wie bereits erwähnt, vulkanischen Ursprungs. Und deshalb ist das Nachtleben in der Stadt lebendig, prickelnd, pulsierend. Dutzende und aber dutzende Lokale gibt es in dieser Stadt, in denen man etwas trinken und Restaurants, in denen man essen kann, aber auch Clubs, in denen es Live-Musik zu hören gibt und die früher wegen der bedeutenden Musikszene ihrer Bands, Gruppen und Sänger als „Seattle Italiens“ bezeichnet wurde.

Allabendlich hat man aufs Neue die Qual der Wahl, wo man mit Freunden am liebsten hingehen möchte. Catania ist auch eine Universitätsstadt und wie wir wissen, schlafen Universitätsstudenten bekanntlich nie und füllen die Straßen mit ihrer Lebensfreude, ihrer Lebendigkeit und ihren Träumen. Und nachts wird in den Lokalen der Città dell‘Elefante viel geredet und geträumt!

Die Kinos und Theater

Die Einwohner von Catania sind Gesellschaftstiere: sie lieben es, Leute zu treffen, zu scherzen, zu essen und das Leben zu genießen. Das Leben ist Theater, gelebtes Theater. Und deshalb ist Catania auch die Stadt mit den meisten Theatern in Sizilien. Vielleicht hat Catania aus ebendiesem Grund große Schriftsteller hervorgebracht, von Giovanni Verga über Vitaliano Brancati, Micio Tempio, Nino Martoglio, Federico De Roberto bis hin zu Pippo Fava.

Und neben den Theatern gibt es auch zahlreiche Kinos. Im Sommer, wenn einen die Hitze von den Kinosälen fernhält, öffnen in Catania die „Arenen“, richtige Open-Air-Kinos, in die man abends gehen kann um einen der Filme zu genießen, die man schon lange sehen wollte; dazu gönnt man sich eine der Köstlichkeiten der lokalen „tavola calda“ unter dem sommerlichen Sternenhimmel.

Film und Literatur

Nicht nur Catania hat eine Passion für den Film, auch der Film liebt Catania. Einige der wichtigsten Filme in der Geschichte des italienischen Kinos wurden in dieser Stadt gedreht: „Kanaille von Catania“ (nach einem Roman von Vitaliano Brancati) mit Alberto Sordi, „Bel Antonio“ (ebenfalls nach einem Roman von Vitaliano Brancati) mit Marcello Mastroianni, „Scheidung auf Italienisch“ von Pietro Germi mit Marcello Mastroianni und Stefania Sandrelli, „Mimi, in seiner Ehre gekränkt“ von Lina Wertmuller, mit Giancarlo Giannini und Mariangela Melato, „Johnny Stecchino“ von und mit Roberto Benigni, „Zeffirellis Spatz“ von Franco Zeffirelli (nach einem Roman von Giovanni Verga) oder auch „The Viceroys“ nach dem Roman von Federico De Roberto, dem Konkurrenzroman zu „Der Leopard“. Nicht zu vergessen „Die Erde bebt“, ein neorealistisches Meisterwerk von Luchino Visconti, das auf dem Roman „I Malavoglia“ von Giovanni Verga basiert und im nahe gelegenen Acitrezza, heute Teil der Metropolitanstadt, gedreht wurde, oder „Evangelium nach Matthäus“ von Pierpaolo Pasolini, gedreht am Ätna, wie viele andere Filme auch.

Musik und Konzerte

Wir haben es schon zuvor erwähnt: in den 80er und 90er Jahren bezeichnete man die Stadt als „Seattle Italiens“, was den wichtigen Musikproduktion seiner Bands, Gruppen und Sänger zu verdanken ist. Aus Catania kommen Franco Battiato, Carmen Consoli, Mario Venuti und Mario Biondi, große Namen der zeitgenössischen italienischen Musikszene.

Aber in Catania ist Musik nicht nur eine Zeiterscheinung. Catania war der Geburtsort von „Il Cigno“, Vincenzo Bellini, dem weltberühmten Komponisten, Schöpfer von insgesamt zehn Opern, darunter die berühmten und vielaufgeführten Opern „La Sonnambula“, „Norma“ und „I Puritani“.

Das ihm gewidmete Opernhaus bietet alljährlich zahlreiche Konzert- und Symphonieproduktionen für Liebhaber der klassischen Musik, aber auch symphonischen Werke und Opern werden im Teatro Massimo „Bellini“ aufgeführt, einem der schönsten Konzerttheater Italiens!

Die Museen

Für alle, die ihren Studienaufenthalt im Ausland mit kulturellen Inhalten bereichern möchten, bietet Catania eine Vielzahl an Museen:

  • das Museum des Benediktinerklosters
  • das Stadtmuseum des Castello Ursino
  • das Archäologische Museum der Universität von Catania
  • Palazzo Biscari
  • das Museum für zeitgenössische Kunst
  • das Museum Emilio Greco
  • das Stadtmuseum Bellini
  • das Museum im Haus von Giovanni Verga
  • das Filmmuseum
  • das sizilianische Puppentheater und -museum
  • das Geschichtsmuseum zur Landung in Sizilien
  • das Multimediamuseum Polo
  • das Diözesanmuseum
  • Palazzo Manganelli
  • die Sternwarte
  • das Marella Ferrara Fashion-Museum

Es gibt aber auch viele weitere kleinere Museen, in denen man Kultur erleben und sein Wissen über Orte und Geschichte vertiefen kann.

Tradition, Mythos und Folklore

Wer am 5. Februar anlässlich der alljährlich stattfindenden Sant’Agata-Prozession nach Catania kommt, nimmt an einer beispiellosen Erfahrung teil. Die Prozession zu Ehren der Schutzpatronin der Stadt zieht jedes Jahr fast eine Million Menschen, darunter Gläubige und Touristen, an. Die Prozession erinnert an das Leben, das Martyrium und den Tod der Jungfrau Agatha, einer Christin, die wegen ihres Glaubens von den Römern verhaftet und gefoltert wurde.

Einer Legende zufolge nahm man den Schleier einer Frau, um die Heilige während ihres Martyriums mit brennenden Kohlen zu bedecken. Ab dem Jahr 252 wurde derselbe Schleier mehrmals im Laufe der Geschichte vom Bischof vor Lavaströme, die die Stadt bedrohten, gelegt, woraufhin die Lava zu fließen aufhörte und die Stadt durch den Schleier gerettet wurde!

Während der Prozession gehen Hunderttausende Gläubige in weißer Tunika und schwarzem Hut auf die Straße, um an jene Nacht zu erinnern, in der die Reliquien der Heiligen nach Catania zurückgebracht wurden, die der Byzantiner Giorgio Maniace im Jahr 1040 aus Konstantinopel gestohlen hatte. Die Bewohner von Catania feierten damals Agatas Rückkehr und liefen mitten in der Nacht im Pyjama der damaligen Zeit aus dem Haus: einer langen weißen Tunika.

Das gesamte Hinterland von Catania ist bekannt für seine Mythen: vom Ätna, dem Sitz des Gottes Vulkan, dem Waffenschmied des Zeus, bis zum Zyklopen Polyphem, der auf dem Ätna lebt und seine Felsbrocken auf die Schiffe des mutigen und unternehmungslustigen Odysseus während dessen Flucht schleuderte, Felsbrocken, die der Legende nach als Zyklopeninseln wieder aus dem Meer auftauchten, über die Legende von Acis und Galatea bis hin zum Mythos von Gammazzita, einer jungen Frau aus Catania, die sich gegen die Anjou-Herrschaft auflehnte und sich lieber in einen Brunnen stürzte als den Verlockungen eines französischen Soldaten nachzugeben, ein klarer Hinweis auf die Belästigungen der unterdrückten Sizilianer durch die französischen Herrscher und einer der Gründe für den Ausbruch der Sizilianischen Vesper am 30. März 1282.

Spricht man von den Traditionen Catanias, so kommt man nicht umhin, die sizilianischen Pupi zu erwähnen, jene Puppen, die von den Taten von Orlando, Rinaldo und den Rittern Karls des Großen im Krieg der Christianisierung Spaniens gegen die „Mauren“ (Muslime) erzählen. Das sizilianische Puppentheater, das „Teatro dei Pupi Siciliani“, ein weiteres UNESCO-Weltkulturerbe in Catania, war jahrhundertelang neben der Tradition des Geschichtenerzählens eine der wenigen Gelegenheiten, eine Veranstaltung zu besuchen, noch bevor Kino, Fernsehen und … das Internet aufkamen.

La Pescheria und kulinarische Traditionen

Man sagt, dass man auch „con la panza“ (mit dem Magen) reist … und das stimmt! Die kulinarische Reise nach Catania ist ein authentisches Vergnügen für jeden Geschmack!

Von der Pasta alla Norma (dem Werk von Vincenzo Bellini gewidmet) mit Tomatensauce, gebratenen Auberginen und gesalzenem Ricotta bis hin zur Pasta mit Seeigeln; von Caponata bis Parmigiana; von der Salsiccia Etnea bis zu den Pferdefleischbällchen; von Fisch aller Art bis hin zu Seeigeln und Meeresfrüchten; von Arancini bis zu den Cipolline Catanesi; von Cannoli bis Minni di Sant’Aita … unsere Geschmacksknospen machen Freudentänze, wenn wir in Catania sind, hier erleben wir eine wahrhaftige Symphonie des Geschmacks.

Das Epizentrum dieses gastronomischen Erdbebens ist „A Piscarìa“, der Fischmarkt, nur wenige Schritte von der Piazza Duomo und Via Etnea entfernt. Auf diesem farbenfrohen Markt findet man nicht nur alles, das man für den täglichen Einkauf benötigt, sondern auch einige der besten Restaurants der Stadt. Ein unvergessliches Erlebnis!

Das könnte dich auch interessieren:

foto Italian courses in a group - HEADER scelta originale

GRUPPENKURSE

foto - extra courses - HEADER archivio fotografico

EXTRAKURSE

foto - gran tour - HEADER scelta archivio fotografico

UNESCO GRAND TOUR SIZILIEN

× Whatsapp